Zugunglück im Vinschgau

13. April 2010 | |

Eine wirkliche Tragödie: 9 Tote und 21 Verletzte sind das erschreckende Resultat eines Murenabgangs zwischen Kastelbell und Latsch im Vinschgau (Val Venosta) am 12. April 2010 – exakt zu dem Zeitpunkt, als ein Nahverkehrszug der Vinschger Bahn genau diesen Streckenabschnitt passierte.

Ein solch ungelückliches Ereignis war nicht einmal im Ansatz vorhersehbar, sonst könnte man jetzt sagen “hätte man doch …” oder “wenn man dieses und jenes gemacht hätte”. Der Streckenabschnitt war vorbildlich durch Netze gegen Steinschlag gesichert, die Hänge entlang der Bahntrasse werden regelmäßig auf Gefährdungspotentiale hin untersucht.

Die Möglichkeit eines Bruches in einer Wasserzuleitung, die einen ganzen Hang ins Rutschen bringen kann, ist schon kaum berechenbar. Dass die Mure auch noch in dem Augenblick abgeht, in dem ein Zug vorbei fährt – das muss man schon hilflos als Schicksal bezeichnen. Die Schuld dafür kann man jedenfalls niemanden zuweisen.

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